Volume 12 Part 1 Article 71: Pleurotus-Anbau in Per Cooperative

Volume 12 Part 1 Article 71
Year 1989
Title: Pleurotus-Anbau in Per Cooperative
Authors: Ildiko Koronczy,

Abstract:

In der Coop. “DUNA” beschaftigen wir uns seit 1968 mit dem Anbau des Austernseitlings. Wir haben das Patent von Pal Gyurkó und dessen Mitarbeiter gekauft und dann die Produktionsmethode weiterentwickelt. Etwa zur gleichen Zeit wurde durch Heltay, I.- Tóth, E.-Tóth und L.-Véssey, E. eine andere Anbaumethode für Austernseitlinge ausgearbeitet, die unter dem Namen HTTV-Verfahren zur Lizenz angemeldet wurde.

Als Produktionsgrundstoff wurden von Anfang an Maiskolben verwendet, die wir zuerst in Kisten gefüllt, und nach der bei den Champignons angewandten Methode – nur für kürzere Zeit – pasteurisiert haben.

Im Jahre 1975 wurde der erste Pleurotus-Versuchsbetrieb aufgebaut, wo der Kompost schon in Massen pasteurisiert wurde.

Den in Kisten pasteurisierten Kompost haben wir in Sacke abgefüllt. Als Sorten wurden für den Anbau verwendet: ein selektierter Stamm der wild wachsenden Winterart Pleurotus ostreatus sowie fur den Sommeranbau der vom Ausland eingeführte Stamm P. sp. cfr. Florida.

Die Jahresproduktion betrug jahrelang nur 10 – 15 Tonnen.

Einen groBen Aufschwung erfuhr die Produktion, als Hybrid- Sorten eingeführt wurden. In den 70er Jahren wurden von Pal Gyurkó Kreuzungen zwischen P. ostreatus und P. sp. cfr. Florida durchgefuhrt, wodurch Sorten mit wertvollen Eigenschaften erhalten wurden. Diese Hybriden entwickelten Fruchtkörper wie P. ostreatus, batten aber die Schnellwüchsigkeit von P. sp. cfr. Florida. Die Sorten benötigten keinen Kalteschock, und die Fruchtkörper konnten 6 Wochen nach dem Durchwachsen abgeerntet werden.

Für die Fruchtkörperbildung war im allgemeinen eine Temperatur von 14 – 20°C nötig. Der Durchschnittsertrag betrug 20 %, bezogen auf Feuchtkompost berechnet.

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