Volume 12 Part 1 Article 23: Einige Das Wachstom Pes Champignonmyzels Beeinflussende Faktoren

Volume 12 Part 1 Article 23
Year 1989
Title: Einige Das Wachstom Pes Champignonmyzels Beeinflussende Faktoren
Authors: M. Gapisski, T. Bukowski, K. Sobieralski and M. Siwulski

Abstract:

Die Wachstumsrate des Myzels ist ein wichtiges Sortenmerkmal und ein wesentliches Zuchtziel zugleich (Lelley, Schmaus 1976). Das vom Myzel schnell besiedelte Kultursubstrat hemmt das Auftreten der Konkurrenzpilze.

Viele natürliche organische Substanzen können das Wachstum des Myzels stimulieren. Zu ihnen gehören u. a. Kartoffelextrakt (Beever, Bollard 1970), Hefeextrakt (Kneebone 1969), Malzextrakt {Fritsche 1969) und Hochmoorextrakt (Gapinski 1976).

In Versuchen mit Agaricus bisporus wurden Einspor-, Vielsporund Gewebekulturen verwendet. Bei letzteren werden plectenchymatische Fruchtkorperfragmente weitervermehrt (Fritsche 1966 und 1982) . Die Vielsporkulturen geiten wegen der unkomplizierten Technik sowie der ausreichenden Reproduzierbarkeit der Stammeigenschaften als bequeme Methode der Brutherstellung (Lambert 1959; Evans 1959; Lelley, Schmaus 1976).Wie Fritsche (1967 und 1981), Sigel et Sinden (1953), Lambert (1959), Bretzloff, Robbins et Curme (1962) angeben, haben allerdings die morphologischen und physlologischen Merkmale der Vielsporkulturen eine groSe Variabilitat.

Die Verwendung von Geweben als Ausgangsmaterial sichert eine treue Wiedergabe der morphologischen und physiologischen Merkmale von Stammen. Die besprochene Methode wurde bei der Erhaltung spontaner Mutanten (Fritsche 1968) sowie bei der Weiterzucht von Champignonsorten verwendet (Kneebone 1967).

Lelley und Schmaus (1976) sind der Meinung, daB wegen unterschiedlicher Eigenschaften der plectenchymatischen Zeilen die Resultate dieser Methode unsicher sind. Fritsche (1969) hat angegeben, daB ein mit der Gewebekulturmethode erhaltenes Myzel in Hinsicht auf die Fruktifikation und Festigkeit unzuverlassig ist. Kligman (1973) erhielt dagegen aus den Gewebekulturen genau so sichere Nachkommenschaft wie aus den Vielsporkulturen.

Die vegetative Vermehrung führt früher Oder spater zu einer Degeneration des Myzels, was u. a. in einer verminderten Wachstumsrate sichtbar wird (Heltay, Uzonyi et Latkoczky 1959).

Das Myzel der Vielsporkultur kann infolge der Zwischenvermehrungen einer Degeneration unterliegen. Das Auftreten dieser Erscheinung hangt im wesentlichen von der Art des Substrates ab, auf dem das Myzel gewachsen ist (Lelley et Schmaus 1976).
Das Ziel der durchgeführten Versuche war das Studium des EinfluBes von Sorte, Welle, konstantem Nahrboden, Überimpfung und Vermehrungsart auf das Wuchsverhalten des Kulturchampignons.

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