Volume 10 Part 2 Article 35: Untersuchungsergebnisse über den Wärmebedarf Einiger, Neuerlich in Kultur Genommener Pilzarten

Volume 10 Part 2 Article 35
Year 1979
Title: Untersuchungsergebnisse über den Wärmebedarf Einiger, Neuerlich in Kultur Genommener Pilzarten
Author: S. Balzs und I. Szabo

Abstract:

In den letzten Jahrehnten haben Pilze in der ganzen Welt allgemeines Interesse erweckt. Die Nachfrage hat so stark zugenommen, dass sie nicht mehr durch gesammelte, in der Natur wild vorkommende Pilze befriedigt werden konnte. Der Anbau ist in den Vordergrund getreten; neue Arten sind neben den Agaricus sp. erschienen (Balazs, 1973; Szabo, 1974).

In Ungarn wurde bis Mitte des XX. Jhs. nur der Kulturchampignon, Agaricus bisporus Lange Sing, auf kleiner Fläche angebaut. Der Verbrauch per Kopf war auch gering; 150-200 g.

Die grösseren Ansprüche, der Wunsch nach reicherer Auswahl von der Seite des Verbrauchers, sowohl der Mangel an Pferdemist haben den ersten Anstoss zum Suchen nach neuen Pilzarten gegeben.

Die “Domestikationsversuche” wurden in Ungarn mit dem Austernseitling, Pleurotus ostreatus Jacq. ex Fr. Kummer, begonnen, zuerst ganz primitiv, im Freien, auf Holzstämmen. Später wurden intensivere Anbaumethoden auf Getreidestroh, Maiskolben, bezw. deren Mischung, ausgearbeitet. Heute stehen uns mehrere Methoden intensiver Produktion zur Verfügung. Der Ertrag pro Jahr beträgt 120-130 t und wird 1979 wahrscheinlich verdoppeln.

Der Anbau des Riesenträuschlings, Stropharia rugoso annulata Farlowex. Murrill, wurde in Ungarn in den 60-er Jahren begonnen. Das Material kam aus der DDR, auch der Anbau folgte den dort ausgearbeiteten Methoden. Zur Zeit besitzen wir eine, speziell den ungarischen Verhältnissen entsprechende, Methode, die besonders im Kleinbetrieb billig und mit gutem Erfolg verwendet werden kann.

Volvariella volvacea Fr. Sing, ist seit etwa 2000 Jahren bekannt. In Ungarn haben die ersten Versuche in den frühren 70-er Jahren begonnen. Pham Van Ut, Mikrobiologe aus Vietnam, der in dieser Zeit als Aspirant in Ungarn weilte, hat bei der Ausarbeitung der, den ungarischen Verhältnissen angegemessenen, Anbaumethoden mitgeholfen.

Zur Ausarbeitung neuer Technologien und Verbesserung alter Methoden ist die genaue Kenntnis der biologischen Ansprüche der Pilzarten unentbehrlich. So wurden die Ansprüche, insbesondere der Wärmebedarf von 3 Pilzarten untersucht. Der Artikel fasst unsere Erfahrungen zusammen.

Nach unseren Kenntnissen haben sich Lelley (1976),Chang Shu Ting (1972), Zadrazil und Schneidereit (1972) mit den erwähnten Arten beschäftigt.

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