Volume 10 Part 1 Article 43: Grundlagen für das Wachstum von Höheren Pilzen in Schüttsubstraten

Volume 10 Part 1 Article 43
Year 1979
Title: Grundlagen für das Wachstum von Höheren Pilzen in Schüttsubstraten
Author: F. Zadrazil

Abstract:

Im Gegensatz zur Flüssigfermentation ist die mikrobiologische Nutzung von Festsubstraten lange Zeit nicht weiter entwickelt worden. Dagegen haben die Fermentatoren eine rasche Entwicklung durchgemacht, was man an der Breite der Systementwicklung und der Zahl von Herstellungs- und Nutzungsfirmen ermessen kann.

Die mangelnde Homogenität des gemahlenen Substrates (des Schüttgutes) gegenüber den Flüssigmedien ist für diesen Prozess charakteristisch. Zwar läuft die Feststoff-Fermentation zu Beginn noch unter halbwegs homogenen Bedingungen ab, jedoch durch das Pilzwachstum ändern sich diese schnell.

Die sphärische Entwicklung des Pilzmyzeliums und die damit verbundene Freisetzung von Wärme, H20,C02 sowie die Ausscheidung von Exoenzymen, Säuren und anderen Stoffwechselprodukten beeinträchtigt die Homogenität des Substrates noch mehr. Durch das Myzelwachstum und Stoffwechsel ändern sich die physikalischen und chemischen Bedingungen im Substrat im Sinne eines Fliessgleichgewichtes ständig.

Schon der Anfangszustand des Substrates bei Beginn der Fermentation (Wasser- und Gasgehalt, Porosität, Partikelgrösse, Verfügbarkeit der Nährstoffe usw.) beeinflusst massgeblich den späteren Verlauf der Fermentation. Da dieser Prozess nur sehr begrenzt steuerbar ist, können optimale Ergebnisse nur dann erzielt werden, wenn bereits die Anfangsbedingungen optimiert werden.

In den folgenden Untersuchungen werden die für das optimale Wachstum verschiedener Wildpilze benötigten Wachstumsbedingungen für die Feststoff- Fermentation (Solid state fermentation) erarbeitet und diskutiert.

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