Volume 10 Part 1 Article 40: Erkennen von Speise- und Giftpilzen durch Chemische Farbreaktionen

Volume 10 Part 1 Article 40
Year 1979
Title: Erkennen von Speise- und Giftpilzen durch Chemische Farbreaktionen
Author: A. Meixner

Abstract:

Morphologische Erkennungsmerkmale von Pilzen erweisen sich mit fort schreitender Kenntnis der Arten m immer zahlreicheren Fallen als unzureichend fur deren sichere Bestimmung und Zuordnung, da diese bisweilen zu geringe Unterschiede von Art zu Art aufweisen, um allem zur eindeutigen Bes timmung dienen zu können Als wertvolle Identifizierungsmerkmale treten daher den morphologischen Details der Fruchtkorper chemische Farbreaktionen zur Seite, die durch Anwendung von chemischen Reagenzien an den Pilzen oder Teilen davon auftreten In vielen Fallen ist heute eine sichere Zuordnung ohne deren Heranziehung gar nicht mehr möglich, in anderen wird sie durch diese erleichtert Es ist sehr bequem, sich ihrer zu bedienen, zumal sie oft auch an getrocknetem und viele Jahre altem Pilzmaterial,das sich ausserlich schon sehr verandert hat, durchfuhrbar sind. Oftmals vermag eine ganz einfach durchzuführende chemische Reaktion die klare Zuordnung eines Pilzfundes zu einer von zwei einander sehr ähnlichen Arten zu ermöglichen, wahrend die entsprechende morphologische Unterscheidung sehr diffizil ist und grosse Erfahrung erfordert Einige dieser Reaktionen sollen nachfolgend unter Beschrankung auf die einfachsten Reagenzien beschrieben werden.

Zu Untersuchungen verwende man möglichst frische Pilzstucke , bei sehr alten Exemplaren kann die Reaktion oft nur schwach auftreten, bis zu ihrem Eintritt lange brauchen und gelegentlich auch ganz ausbleiben.

Die makroskopisch durchfuhrbaren Farbreaktionen können gleich am Fundort durchgeführt werden Einige 5 ml-Flaschchen mit den Reagenz losungen beschweren das Gepäck nicht wesentlich. Zur Untersuchung genügt i.a 1 Tropfen Reagenzflussigkeit, den man mit einem im Flaschenverschluss eingebauten Tupf stab auf den frischen Pilz auftupft Im Fall von Ammoniakdampfen bringt man den offenen Flaschenhals in die Nahe des reagierenden Organs.

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